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Was ist Factoring und worin besteht es?

21.10.2021

Führen Sie eine Firma und stellen Sie die Rechnungen mit dem Zahlungsaufschub aus? Das ist eine allgemeine Praxis, die vom Markt reguliert wird. Das Problem ist nun folgendes: wenn Sie die Dienstleistungen erbringen oder Produkte liefern, und die Zahlung dafür in 30, 60 oder sogar 120 Tage beglichen wird, können Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Diese Herausforderung lässt das Factoring bewältigen. Entdecken Sie, was es genau ist und warum lohnt es sich, es in Anspruch zu nehmen.

 

Factoring – was ist es genau?

 

Factoring ist eine Dienstleistung, die von Finanzinstitutionen (Factor) zugunsten der Unternehmer erbracht wird, die Rechnungen mit Zahlungsaufschub ausstellen. Es besteht darin, dass der Unternehmer zu dem Factor Informationen über Zahlungen schickt, die er von Kunden erwartet, und der Factor begleicht sie vor Fälligkeit. Wenn der Kunde seine Zahlungsverpflichtungen erfüllt, die sich aus der ausgestellten Rechnung ergeben, werden diese Mittel dem Factor übertragen, um seine Kosten zu begleichen.

 

An diesem Prozess beteiligen sich folgende Träger:

  • Unternehmer, auch Factoringkunde genannt, der die fälligen Rechnungen der Finanzinstitution übergibt, 
  • Finanzinstitution, die die Rechnungen zugunsten des Unternehmers vor Fälligkeit begleicht, in der Wirklichkeit übernimmt sie die Forderung der Firma. Sie ist Factor genannt,
  • Vertragspartner, auch Factoringschuldner genannt, der die Zahlung für die Produkte oder Dienstleistungen regulieren soll.

Der Vertragspartner selbst muss nicht darüber informiert werden, dass die Firma, mit der er zusammenarbeitet, Factoring in Anspruch nimmt. Es ist von der Politik des Unternehmens abhängig, ob es seine Kunden über die Inanspruchnahme der beschriebenen Lösung informieren will.

 

Welche Vorteile hat Factoring?

 

Aus dem Gesichtspunkt des Unternehmers ist der wichtigste Vorteil, dass Factoring die Finanzprobleme vermeiden lässt – der Verlust der Finanzliquidität ist ein ernstes Risiko, vor allem wenn die Anzahl der ausgestellten Rechnungen mit Zahlungsaufschub groß ist, und die Kunden Probleme mit der rechtzeitigen Erfüllung der Finanzverpflichtungen haben.

 

Ein anderer Vorteil von Factoring ist, bei der Verwendung seiner vollen Version, dass man von den Problemen mit eventuellen unfairen Vertragspartnern befreit ist. Falls es sich herausstellt, dass der Kunde die Rechnung nicht rechtzeitig bezahlt, übernimmt der Factor, auf den die Forderung übertragen wurde, die Beitreibung des fälligen Betrags.

 

Wie viel kostet Factoring?

Wie man vermuten kann, verbindet sich die Inanspruchnahme von Factoring mit bestimmten Kosten – die Finanzinstitution, die die Rechnungen bezahlt, „friert ihre Mittel ein“, und übernimmt auch das Risiko. Deswegen bezieht sie eine Provision – Meistens beträgt die Factoring-Provision ungefähr 10 bis 20 Prozent der Summe der Rechnung, es hängt aber von Zusammenarbeitsbedingungen ab, die vom Factor und vom Unternehmer erarbeitet wurden, erklärt der Experte aus der Firma OEX-Business.  

 

Für welche Form von Factoring soll man sich entscheiden?

 

Factoring gewinnt an der Beliebtheit und ist in einigen Varianten erhältlich. Außer dem echten Factoring, das am teuersten ist, aber auch eine volle Übernahme der Forderungen vom Factor bedeutet, kann man noch folgende Arten nennen:

  • unechtes Factoring – in diesem Fall haftet der Factor nicht für die Zahlungsunfähigkeit des Vertragspartners. Das bedeutet, dass der Unternehmer den fälligen Betrag zahlen muss, falls der Kunde die Rechnung nicht bezahlt;
  • Misch-Factoring – in dieser Form von Factoring ist ein bestimmter Betrag festgesetzt, zu dessen Höhe der Factor für die Zahlungsunfähigkeit des Vertragspartners haftet. Für die fälligen Rechnungen, die sich über diese Grenze belaufen, haftet der Unternehmer, der Factoring in Anspruch nimmt. 

Man soll auch erwähnen, dass es verschiedene Formen von Factoring je nach der Art der Forderungsabtretung gibt: offen (was bedeutet, dass der Debitor über die Abtretung der Forderung schon bei der Ausstellung der Rechnung informiert wird), still (der Debitor wird nicht über die Abtretung und den Verkauf der Forderung informiert) oder halb-offen.

 

Es ist vom Modell der Geschäftstätigkeit abhängig, für welche Form der Dienstleistung man sich entscheidet. Es lohnt sich demzufolge, die Details der Factoring-Dienstleistungen mit Experten zu besprechen.

 

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