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Logistik 3PL und 4PL: Annahmen und Unterschiede

16.12.2021

Die reibungslose Logistik spielt eine Schlüsselrolle beim Funktionieren der Produktions- und Vertriebsunternehmen auf dem modernen Markt. Deswegen beschränken sich heutzutage die Dienstleistungen der externen Logistikträger nicht mehr ausschließlich auf Lagerhaltung und Transport. In 3PL– oder 4PL-Modellen ist diese Aufgabenpalette viel größer. Erfahren Sie, wodurch sie sich unterscheiden.

3L, 4L – was bedeuten diese Begriffe?

3L, 4L und manchmal sogar 5L sind Begriffe, die den Umfang der Beteiligung einer externen logistischen Firma an den Geschäftsprozessen der Firmen beschreiben, die sich mit der Produktion und mit dem Vertrieb beschäftigen. Heutzutage beschäftigen sich die Unternehmen immer seltener mit der Lagerhaltung und dem Warenversand – diese Aufgaben werden von erfahrenen Geschäftspartnern übernommen. Besonders deutlich kommt es in der E-Commerce-Branche zum Ausdruck, wo die logistische Unterstützung des Drittanbieters nicht nur ein Bedürfnis, sondern eine Notwendigkeit wird.

Beide Herangehensweisen, sowohl das 3PL- als auch das 4PL-Modell, verbinden sich mit dem Umfang der Beteiligung des Logistikunternehmens an der Geschäftstätigkeit des Kunden.

Logistik 3PL – was ist das?

Logistik 3PL, also „Third Party Logistics“ (Drittanbieter-Logistik) ist die Strategie, die darin besteht, dass man eine oder mehrere Funktionen, die mit der Logistik zusammenhängen, einem Drittanbieter übergibt. In diesem Modell beauftragen die Unternehmen den Drittanbieter meistens mit folgenden Aufgaben:

  • Transportaufgaben,
  • Bedienung der Zoll- und Ladeprozeduren,
  • Lagerhaltung – darunter die Kontraktlagerung,
  • Warenvertrieb

In diesem Fall wird der Logistikdienstleister zum Logistikanbieter, und der Aufgabenumfang wird flexibel an die Bedürfnisse des konkreten Kunden angepasst.

Man soll auch wissen, dass das Unternehmen im 3PL-Modell eine ganze Reihe von zusätzlichen Dienstleistungen in Anspruch nehmen kann. Das sind u.a. solche Lösungen wie Co-Packing, die besonders bei der Bedienung des Kleinanlegers nützlich ist.

Logistik 4PL – was ist das?

Die 4-PL-Logistik entwickelt sich um einen Schritt weiter. In diesem Modell ist die Zusammenarbeit mit dem Drittanbieter und den Produktions-/Vertriebsunternehmens noch enger. Am meisten wird sie mit einem neuen Wirtschaftsteilnehmer realisiert – mit einer Gesellschaft, deren Teilhaber beide Geschäftsparteien sind. In dieser Situation wählt das Logistikunternehmen meistens eine ganze Gruppe von Menschen, die sich auf die Realisierung der Bedürfnisse eines Kunden konzentrieren – z.B. eines großen Onlineshops. Deswegen wird das 4PL-Modell u.a. um folgende Dienstleistungen reicher:

  • Managementlogistik – Logistikunternehmen verwaltet alle Prozesse auf jeder Etappe der Lieferkette: von der Warenübernahme von externen Anbietern, bis zur Lieferung zum Endkunden;
  • Einkaufsabteilung – Management von Lagerbeständen im Namen des Kunden;
  • Integrale Software – z.B. diese, die man mit den Applikationen verbinden kann, die mit dem Onlineshop verbunden sind, so dass man glaubwürdige und ständig aktualisierte Informationen über den Lagerbestand erhält, und so dass man übersichtliche Abrechnungen aller Transaktionen mit Kunden durchführen kann.

Sind Sie nicht sicher, für welches Modell der Zusammenarbeit mit dem Logistikunternehmen man sich entscheiden kann? Am besten ist es, diese Entscheidung mit Experten zu besprechen – die Wahl des richtigen Wegs hängt u.a. von dem Umfang der geplanten Tätigkeit oder der Geschäftsnische ab.

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